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Zum dritten Mal stiegen die Jügesheimer im Sommer 2011 in die Hessenliga auf. Für das Saisonziel „Klassenerhalt" wurde der Kader, der im zweiten Jahr von Lars Schmidt trainiert wird, mit Marco Christophori (Germania Ober-Roden), Gökhan Öztas (Rot-Weiß Darmstadt), Sergej Haberkorn (Viktoria Kleestadt), Tobias Grundler (Viktoria Urberach), Dennis Weinreich (TS Ober-Roden) und Igor Rozic (SG Bruchköbel) verstärkt. Im Laufe der Hinrunde kamen noch Baris Özdemir (Rot-Weiss Frankfurt) und Aleksandar Petreski (Sportfreunde Lotte) hinzu. Fünf Spieler verließen den Verein.
Nach 21 absolvierten Partien rangiert die TGM SV mit 23 Punkten auf Platz dreizehn, hätte damit am Rundenende die Klasse erhalten. Im Regionalpokal scheiterten die Jügesheimer am Verbandsligisten Usinger TSG, verloren das Finale mit 1:2. Im Offenbacher Kreispokal erreichte der Titelverteidiger erneut das Halbfinale, trifft dort im März auf die TGS Jügesheim.
SERIEN
Mit einem 2:0-Sieg gegen Regionalliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden II startete die TGM SV erfolgreich in die Saison. Es folgten zwei 0:3-Niederlagen in Urberach und Eschborn - zwei Spiele, in denen der Aufsteiger chancenlos war. Nach einem Zwischenspurt mit sieben Punkten aus drei Partien wartete der Aufsteiger sechs Partien auf einen dreifachen Punktgewinn (3:2 beim FCA Darmstadt). Nach fünf sieglosen Partien (ohne eigenen Torerfolg) platzten beim 2:1 gegen Rot-Weiß Darmstadt gleich zwei Knoten. Baris Özdemir erzielte nach 531 Minuten wieder ein Jügesheimer Punktspieltor, Marauge Demirtas (Foto) erzielte in der Schlussminute den Siegtreffer. Nach einem weiteren Sieg in Flieden (3:2) verabschiedete sich die TGM SV mit einem enttäuschenden 0:3 gegen Fernwald in die Winterpause.
HEIMBILANZ
Drei Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen, 12:15 Tore - auch ein Aufsteiger sollte keine negative Heimbilanz aufweisen. Gegen Wetzlar (2:3 nach 2:1), Hadamar (1:2 nach 1:0) verspielten die Jügesheimer in den letzten Minuten sicher geglaubte Siege. Auch gegen Rot-Weiss Frankfurt (2:2 nach 2:0-Pausenführung) wurde der Sieg aus der Hand gegeben. Eine starke Leistung boten die Jügesheimer beim 0:0 gegen Aufstiegsaspirant KSV Baunatal. In vier der fünf letzten Heimspiele des Jahres gelang der Schmidt-Elf kein eigens Tor.
AUSWÄRTSBILANZ
Sie ist mit drei Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen ähnlich der Bilanz auf heimischem Platz. In sechs von zehn Partien gelang kein eigener Torerfolg. Immer dann, wenn der Absturz auf die Abstiegsplätze drohte, punkteten die Jügesheimer in der Fremde, darunter zweimal dreifach in Darmstadt (3:2 beim FCA, 2:0 bei Rot-Weiß).
TORE
Tore schießen - das große Manko der Jügesheimer, die nur 22 Treffer erzielten. Nur Rot-Weiss Frankfurt (21) zielte noch schlechter. Die Hintermannschaft - im Verbandsliga-Meisterschaftsjahr der große Rückhalt der Jügesheimer - steht auch in der Hessenliga ihren Mann, ließ erst 31 Gegentreffer zu. Das ist der fünftbeste Wert der gesamten Liga. Khaibar Amani (Foto) stellt mit sechs Treffern den besten Torschützen. Baris Özdemir traf fünfmal, Patrick Hofmann und Christopher Reinhard waren jeweils dreimal erfolgreich.
DAUERBRENNER
Khaibar Amani, Sergej Haberkorn, Viktor Krist (Foto) und Michele Piarulli kamen in allen 21 Punktspielen zum Einsatz. 20 Mal dabei waren Marauge Demirtas und Christopher Reinhard. Insgesamt setzten die Jügesheimer 19 Spieler ein.
SYSTEM
Die Jügesheimer starteten im 4-4-2-System mit einer Mittelfeldraute in die Saison. Nach nur drei Partien allerdings stellte Lars Schmidt auf zwei defensive Mittelfeldspieler um, um der Defensive mehr Stabilität zu verleihen. Als Necip Incesu Mitte September wieder in die Startelf drängte, erfolgte die Rückkehr zur Mittelfeldraute. Gegen Eintracht Stadtallendorf (0:1) versuchte es die TGM SV im 4-2-3-1-System.
PERSONAL
Nach einer herausragenden Saison in der Verbandsliga Süd leistete sich die Nummer eins Stefan Jordanic einige entscheidende Patzer, die die Jügesheimer wertvolle Punkte kosteten. Vertreter Dennis Weinreich kam dreimal zum Einsatz. Trainer Lars Schmidt baut weiter auf seine Nummer eins, die im November einen Formanstieg erkennen ließ. In der Innenverteidigung sind Michele Piarulli und Viktor Krist auch eine Spielklasse höher eine Bank. Links spielte in der Regel Jörn Kohl, rechts Sergej Haberkorn. Felix Knecht, in der vergangenen Saison Senkrechtstarter als Rechtsverteidiger, überzeugte vor allem im defensiven Mittelfeld. Ersatzmann Florian Seidl wurde bisher nur zweimal eingewechselt. Im zentralen defensiven Mittelfeld hat Marauge Demirtas seinen Stammplatz sicher, ebenso wie Necip Incesu in der Offensive. Links startete Tobias Grundler ordentlich, rutschte aber ins zweite Glied zurück, als Christopher Reinhard zu alter Form fand. Rechts spielte meist Gökhan Öztas, nach dessen Verletzung mehrfach auch Baris Özdemir. Der junge Ex-Frankfurter fühlt sich allerdings im Angriff wohler. Hier hatte einzig Khaibar Amani seinen Stammplatz sicher, den er mit sechs Treffern untermauerte. Patrick Hofmann half mehrfach auf den Außenbahnen auf, seine Schnelligkeit kam auch im Angriff nur selten zum Tragen. Der spät verpflichtete, antrittsschnelle Offensivspieler Aleksandar Petreski erfüllte die Erwartungen noch nicht. Johannes Günther ist auch in der Hessenliga der Joker für die rechte Seite, Marco Christophori hatte mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen. Igor Rozic (Foto) spielte verletzungsbedingt noch überhaupt nicht.
PERSPEKTIVE
Trainer Schmidt ist von der Qualität des Kaders und vom Klassenerhalt überzeugt. Auch wenn die Saison aufgrund des immer noch dünnen Kaders keine leichte wird. Veränderungen im Kader sind keine geplant. In der Offensive müssen sich die Jügesheimer steigern. Bei einigen Auftritten fehlte das nötige Engagement, daran muss die TGM SV arbeiten. Nach der überaus erfolgreichen Verbandsliga-Runde haben es die Jügesheimer aber gelernt, auch mit Niederlagen und Rückschlägen umzugehen.
Eingesetzte Spieler (Spiele/Tore): Amani (21/6), Haberkorn (21), Krist (21), Piarulli (21), Demirtas (20/1), Reinhard (20/3), Incesu (19), Özdemir (19/5), Jordanic (18), Hofmann (17/3), Kohl (17), Öztas (17), Günther (14), Knecht (14), Grundler (11/2), Christophori (8/1), Petreski (8), Weinreich (3), Seidl (2)
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